Täglich erreicht uns eine Flut an wütenden Anrufen und E-Mails, die den tiefen Zorn über diesen industriellen Überfall auf unsere Heimat widerspiegeln. Das Unverständnis darüber, was in unser aller Wald passieren soll, sorgt für massive Unruhe und befeuert unkontrollierbare Spekulationen.
Zusätzlich zu den von der Regionalplanung vorgesehenen Windvorranggebieten in der Region, soll dieser Plan, der bereits voriges Jahr im 1. Entwurf auftauchte, nun Wirklichkeit werden.
Die Pläne für den massiven Windpark mit 15 gigantischen Anlagen der neuesten Generation, gelegen zwischen Tambach-Dietharz, Georgenthal und Finsterbergen wurden nicht nur verschärft, sondern stehen unmittelbar vor der Umsetzung.
Bereits im 2. Quartal 2026 soll der offizielle Genehmigungsantrag bei den Behörden eingereicht werden oder ist es schon.
Die Fakten sind erschreckend:
Mitten im Landschaftsschutzgebiet und Naturpark Thüringer Wald sollen 15 industrielle Giganten (Typ N175) mit einer Nabenhöhe von 179 Metern aus dem Boden gestampft werden. Mit einer Gesamthöhe von 266,5 Metern auf dieser exponierten Lage, werden die Giganten den Inselsberg deutlich überragen und weit ins Land sichtbar sein.
Während die Projektbetreiber die umliegenden Gemeinden mit jährlichen Summen von insgesamt über 660.000 Euro „entschädigen“ wollen – davon u.a. allein 264.000 Euro für Georgenthal, 170.000 Euro für Friedrichroda/Finsterbergen und 80.000 Euro für Tambach-Dietharz – bleibt der wahre Preis für uns unbezahlbar.
Profitieren werden nur wenige, allen voran die großen bekannten Grundstückseigentümer und die Investoren aus Karlsruhe.

Wir alle zahlen die Zeche:
1. Höchste Brisanz: Gefahr für das Trinkwasser
Dies ist das stärkste Argument, da es die elementare Grundversorgung betrifft.
- Fakten: Die zentrale Karte belegt, dass sich inmitten der Potenzialfläche ein Wasserschutzgebiet mit den Zonen I, II und III befindet.
- Betroffene Anlagen: Die geplanten Standorte WEA 08, 11 und 13 liegen in unmittelbarer Nähe oder ragen in diese sensiblen Zonen hinein.
2. Hohe Brisanz: Zerstörung des Kulturdenkmals Rennsteig
Ein massiver Angriff auf die regionale Identität und den Tourismus.
- Fakten: Der Höhenwanderweg Rennsteig wird explizit als Kulturdenkmal geführt. Der Abstand zu den über 260 m hohen Giganten beträgt an einigen Stellen nur etwa 250 Meter.
3. Hohe Brisanz: Bau im Schutzgebiet (LSG & Naturpark)
Der ökologische Widerspruch des Projekts.
- Fakten: „Der gesamte Kartenausschnitt befindet sich in einem Landschaftsschutzgebiet und einem Naturpark“.
4. Hohe Brisanz: Massive Anlagendimensionen & Zeitdruck
Die schiere Größe der Industrieanlagen in einem bisher naturbelassenen Wald.
- Fakten: Geplant sind 15 Anlagen des Typs N175 mit einer Nabenhöhe von 179 m und einer Leistung von je 6,8 MW.
- Dringlichkeit: Der Genehmigungsantrag nach BImSchG soll bereits im 2. Quartal 2026 eingereicht werden.
5. Mittlere bis Hohe Brisanz: Artenschutz (Vögel & Fledermäuse)
Hier liegen oft die rechtlichen Fallstricke für den Planer.
- Vögel: Es werden Großvogelhorste im 1.200 m Radius und Flugbewegungen sensibler Arten untersucht.
- Fledermäuse: Die Untersuchungen umfassen Detektor-Begehungen, Netzfang und Telemetrie im 1.000 m Radius.
6. Strategische Brisanz: Finanzielle Lockangebote
Die Verteilung von Geldern zur Steigerung der Akzeptanz.
- Fakten: Die Gemeinden sollen nach § 6 EEG insgesamt 0,2 ct/kWh erhalten. Dies wird prozentual auf Georgenthal (38,9 %), Friedrichroda (25,6 %), Floh-Seligenthal (22,3 %) und Tambach-Dietharz (13,1 %) aufgeteilt.
Lassen wir uns nicht mit „Beteiligungsmodellen“ zum Schweigen bringen. Wenn dieser Antrag im Frühjahr gestellt wird, gibt es kein Zurück mehr. Es geht nicht um grüne Energie – es geht um den Ausverkauf unserer Heimat auf Kosten von Mensch, Flora und Fauna.
Doch unser Widerstand ist ungebrochen: Der klare Wille, unsere Natur zu schützen, wird lautstark kundgetan und eingefordert. Was uns Hoffnung gibt – unsere Stadt- und Gemeinderäte sowie unsere Bürgermeister stehen geschlossen hinter uns.
Wir bleiben für euch dran – unsere Heimat ist unkäuflich!